500.000 US-Dollar für Smiljkovic beim PGT Freeroll

Blick auf das Bellagio in Las Vegas.

Am 9. und 10. Januar 2024 fand das PGT Championship Freeroll Event in Las Vegas statt. Die 40 Teilnehmer spielten um ein Preisgeld von insgesamt 1.000.000 US-Dollar, von dem sich der Sieger Daniel Smiljkovic (Deutschland) 500.000 US-Dollar sichern konnte.

Blick auf das Bellagio in Las Vegas.

Das PGT Championship Freeroll-Event fand dieses Jahr im ARIA Casino in Las Vegas statt. © Rocker Sta/Unsplash

Große Namen auf der Teilnehmerliste

Im PokerGO-Studio im neuen ARIA Resort in Las Vegas trafen am 9. Januar einige Legenden aufeinander. Der Sieger des letztjährigen WSOP Main Events Daniel Weinman (USA), Phil Hellmuth (USA), Daniel Negreanu (Kanada), Erik Seidel (USA) und Jeremy Ausmus (USA) sind nur ein paar der großen Namen, die sich beim PGT Championship Freeroll die Klinke in die Hand gaben – wohlgemerkt ohne dafür eine Entry Fee entrichtet zu haben.

“Nach einer rekordverdächtigen Saison, in der mehr Spieler als je zuvor an PGT-Qualifikationsturnieren teilgenommen haben, sind wir stolz darauf, die Rückkehr des PGT Championship $1.000.000 Freeroll ankündigen zu können.”PokerGO-Leiter für Live-Veranstaltungen, Tim Duckworth

Unerwartete Wendungen am Opening Day

Einer der ersten großen Namen, der seine Koffer packen musste, war Josh Arieh (USA), sechsmaliger WSOP-Bracelet-Gewinner. Nachdem er anfangs Boden gut machen konnte, ging er gegen Stephen Chidwick (England) schon früh All-in. Trotz A Karo und K Kreuz auf der Hand konnte er sich gegen Chidwicks Paar aus 10 Karo und 10 Kreuz nicht durchsetzen. Schon der Flop aus 10 Herz, 8 Kreuz und 5 Kreuz sprach für den Engländer. Ein 3 Kreuz auf dem Turn machte das Ganze noch einmal spannend, bevor ein J Kreuz auf dem River das Duell letztlich für Chidwick entschied.

Ebenfalls früh schieden Daniel Negreanu und Phil Hellmuth, der nach extravaganten Auftritten bei den letzten WSOP Main Events in Las Vegas und auf den Bahamas vergleichsweise normal angezogen auftrat, aus. Besonders Hellmuths Aus war interessant zu beobachten. Genau wie Arieh ging Hellmuth früh All-in. Mit K Karo und Q Kreuz auf der Hand sowie Q Herz, 9 Herz, 9 Kreuz und 6 Pik auf dem Tisch, entschied er sich für den Shove – gegen Ian Steinmans (USA) A Herz und A Kreuz zog Hellmuth mit J Herz auf dem River aber den Kürzeren.

So lief das Qualifying für das PGT Championship Freeroll ab

Für die Qualifikation zum PGT Championship Freeroll gab es zwei Wege: Erstens konnten Spieler sich über die PGT-Rangliste qualifizieren, indem sie in der Saison bei PGT-Events Punkte sammelten. Die besten 40 Spieler der Rangliste erhielten eine Einladung zum PGT Championship Freeroll-Turnier. Zweitens gab es die Möglichkeit, über einen sogenannten Dream Seat teilzunehmen, der durch spezielle Events und Promo-Aktionen vergeben wurde.

Finaltisch mit einigen wenig bekannten Namen

Ins Finale schafften es die folgenden Teilnehmer:

Platz
Spieler
Land
Chips

1.
Daniel Smiljkovic
Deutschland
2,895,000

2.
Daniel Weinman
USA
1,430,000

3.
Leon Sturm
Deutschland
1,005,000

4.
Artur Martirosyan
Russland
720,000

5.
Arden Cho
USA
665,000

6.
Darren Elias
USA
180,000

Am Finaltisch saßen damit neben dem letztjährigen WSOP Main Event-Sieger Daniel Weinman auch zwei deutsche Poker-Profis: Daniel Smiljkovic und Leon Sturm. Tragischer Siebter wurde Sam Laskowitz (USA) und musste das Turnier damit ohne Preisgeld verlassen. Mit A Herz und K Herz auf der Hand schied er gegen Smiljkovics J Pik und J Kreuz aus, nachdem auf dem Board 10 Karo, 3 Kreuz, 3 Pik, 9 Pik und 5 Karo aufgedeckt wurden.

Herzschlag-Finale am 10. Januar

Seinen Höhepunkt fand das PGT Championship Freeroll Event schließlich am 10. Januar. Daniel Smiljkovic konnte das Turnier für sich entscheiden und sicherte sich damit die Siegprämie von 500.000 US-Dollar. Arden Cho (USA) belegte den zweiten Platz und erhielt 200.000 US-Dollar, während Leon Sturm, ebenfalls aus Deutschland, es gerade noch aufs Podium schaffte und ein Preisgeld von 120.000 US-Dollar gewann. Daniel Weinman (USA), Artur Martirosian (Russland) und Darren Elias (USA) vervollständigten die Liste der Spieler, die Preisgelder gewannen.

Aufgedeckte Karten auf einem Pokertisch.

Das Finale zwischen Cho und Smiljkovic war bis zum Schluss spannend (Symbolbild). © Michał Parzuchowski/Unsplash

Besonders das vorletzte Duell zwischen Cho und Smiljkovic hatte es in sich. Cho startete als Chipleader mit 3.575.000 Chips, Smiljkovic hatte 3.300.000 Chips. Die Zeichen standen, dank Q Kreuz und 10 Kreuz, dennoch schon von Anfang an auf Sieg Smiljkovic. Cho musste sich dagegen mit J Karo und 4 Herz begnügen. Noch deutlicher wurde die Tendenz mit dem Flop: 9 Kreuz, 8 Pik und J Kreuz brachten dem Deutschen eine Straße sowie beste Chancen auf einen Flush ein.

Cho blieb nichts anderes übrig, als zu checken, woraufhin Smiljkovic 125.000 Chips setzte. Cho ging mit. Mit dem Turn (5 Pik) war der Sieg Smiljkovics dann sicher. Das wurde auch Cho langsam bewusst, die erneut checkte, bevor Smiljkovic um 500.000 Chips erhöhte. Das veranlasste Cho dazu, auf Alles-oder-nichts zu setzen und mit Blick auf ihr One Pair All-in zu gehen. Ein Fehler, wie sich schnell herausstellte, da Smiljkovic ohne zu zögern mitging und das Duell für sich entschied.

Author: Kevin Hughes