Beschwerde gegen GambleAware in Großbritannien

Luftbild von London

Bei der britischen Wohltätigkeitskommission (UK Charity Commission) ist eine Beschwerde gegen GambleAware eingereicht worden. GambleAware werde vorgeworfen, Fehlinformationen über glücksspielbedingte Schäden in Großbritannien verbreitet zu haben.

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Bei der britischen Wohltätigkeitskommission ist eine Beschwerde gegen GambleAware eingereicht worden. ©Dominika Gregušová/pexels.com

The Good Law Project reicht Beschwerde gegen GambleAware ein

Die Beschwerde gegen GambleAwre sei laut einem Artikel des Portals CIVILSOCIETY [Link auf Englisch] von der unabhängigen gemeinnützigen Organisation The Good Law Project eingereicht worden.

The Good Law Project habe Bedenken hinsichtlich der Verbindung zwischen GambleAware und der Glücksspielindustrie geäußert. GambleAware würde die Glücksspielbranche aus der Verantwortung nehmen und die Schäden durch aggressive Glücksspielwerbung auf einzelne Spieler abwälzen. Bereits im vergangenen Jahr hatten Bürger in London ein Verbot von Glücksspielwerbung in öffentlichen Verkehrsmitteln im gesamten Stadtgebiet gefordert.

Weitere Vorbehalte seien gegen das Tool understand your spending geäußert worden, mit dem Glücksspieler ihre Ausgaben besser nachvollziehen könnten. The Good Law Project sei der Meinung, dass das Programm Scham und Schuldgefühle fördern und keine Ratschläge für kontrollierte Einsätze beim Glücksspiel bieten würde. Ian Browne, Rechtsmanager bei Good Law Project nahm die britische Wohltätigkeitskommission in die Pflicht:

Es ist an der Zeit, dass die Charity Commission aktiv wird und untersucht, ob GambleAware seinen gemeinnützigen Pflichten nicht nachkommt. […] Wenn nicht, sind wir bereit, zu klagen.– Ian Browne, Rechtsmanager bei Good Law Project, CIVILSOCIETY

GambleAware weist Vorwürfe des The Good Law Project zurück

GambleAware habe die Anschuldigungen des The Good Law Project zurückgewiesen und diese als haltlos und rufschädigend bezeichnet. Hierzu äußerte sich Zoë Osmond, CEO von GambleAware:

Wir sind weitgehend unabhängig von der Glücksspielbranche, da wir seit langem eine weitere Regulierung der Glücksspielwerbung und die Einführung eines gesetzlichen Finanzierungssystems fordern, um die Glücksspielbranche zur Rechenschaft zu ziehen.– Zoë Osmond, CEO von GambleAware, YOGONET

Es bleibt abzuwarten, wie die britische Wohltätigkeitskommission den Fall bewertet und welche Untersuchungen zukünftig eingeleitet werden.

Author: Kevin Hughes