Favorit Judd Trump gewinnt das Finale

Aufnahme von Judd Trump bei der Siegerehrung der World Open.

Judd Trump, 34, hat die Snooker World Open in Yushan gewonnen und damit seinen Titel verteidigt. Im Finale hat er sich mit einer starken Leistung deutlich mit 10:4 gegen Ding Junhui, 36, durchgesetzt und das Preisgeld von 170.000 GBP (ca. 198.000 Euro) erhalten. Damit hat Trump in dieser Saison bereits seinen fünften Titel gewonnen und gilt als einer der Favoriten für die anstehende Snooker-Weltmeisterschaft.

Aufnahme von Judd Trump bei der Siegerehrung der World Open.

Judd Trump hat seinen Titel bei den Snooker World Open verteidigt und das Preisgeld von 198.000 Euro gewonnen. © WST

Trump gewinnt seinen 28. Titel

Judd Trump hat das Finale der World Open im chinesischen Yushan mit 10:4 gegen Ding Junhui gewonnen. Trump kam deutlich besser in das Spiel und gewann die ersten drei Frames. Er spielte sehr konstant und setzte Ding mit starken Safeties unter Druck.

Die erste Session endete mit einem Zwischenstand von 7:2. Für die meisten Snooker-Fans galt die Partie damit schon als entschieden. Ding Junhui hatte bereits während des gesamten Turniers mit sehr guten Spielzügen überzeugt. Gegen Trump kam er jedoch nicht in sein Spiel und konnte nicht seine Bestleistung abrufen.

Für viele Zuschauer dürfte der zehnte Frame die vorzeitige Entscheidung gebracht haben. Judd Trump räumte den ganzen Tisch mit einer Total Clearance von 130 Punkten ab. Obwohl Ding Junhui noch zwei Frames gewinnen konnte, war er nicht mehr in der Lage Judd Trump zu stoppen.

Der vierzehnte Frame brachte dann die endgültige Entscheidung. Nach minutenlangem Safety-Spiel gelang es Judd Trump, den Frame für sich zu entscheiden und damit den 28. Titel seiner Snooker-Karriere zu gewinnen. Dadurch zieht er mit Steve Davis gleich. Lediglich John Higgins (31), Stephen Hendry (36) und Ronnie O’Sullivan (41) konnten mehr Titel gewinnen.

Knappes Duell zwischen Ding und Robertson im Halbfinale

Nicht nur das Finale der World Open hat für viel Spannung gesorgt. Auch die Begegnungen im Halbfinale waren sehenswert und teilweise sogar dramatisch.

Judd Trump konnte sich mit seinem konstanten Spiel gegen Jackson Page, 22, mit 6:2 durchsetzen. Dabei gelang ihm gleich im ersten Frame ein Century von 126 Punkten. Page, der als die Überraschung des Turniers gilt, hatte gegen den Weltmeister Trump kaum eine Chance.

Deutlich knapper war hingegen die Begegnung zwischen Ding Junhui und Neil Robertson, 42. Beide hatten sich bei den World Open in sehr guter Form gezeigt und teilweise überragend gespielt. Umso spannender war es für viele Fans, die beiden im direkten Duell zu sehen.

Nachdem Ding den ersten Frame gewonnen hatte, gingen die nächsten drei an Neil Robertson. Der Australier spielte dabei unter anderem ein Century Break von 118 Punkten. Ding gewann daraufhin die nächsten drei Frames, sodass es 4:3 stand.

Robertson gewann Frame acht und neun, spielte dabei sogar ein Century Break von 128 Punkten. Ding glich aus und es stand 5:5. Der letzte Frame sollte also darüber entscheiden, wer von beiden in das Finale einzieht. Robertson startete besser in den Decider und ging mit 56 Punkten in Führung. Ding gelang es jedoch, die Partie zu drehen und den entscheidenden Frame zu gewinnen.

Nach dem Duell zeigte sich Ding Junhui sehr erschöpft von den Strapazen der knappen Partie. Experten sollen den Eindruck gehabt haben, dass ihm dieses Drama beim Finale gegen Judd Trump noch in den Knochen gesteckt habe.

Ich spüre meine Beine nicht mehr. Es war so viel Druck für mich. Ich habe versucht, die letzte Chance auf Rot zu nutzen. Den Druck habe ich bei jedem einzelnen Schuss gespürt.– Ding Junhui, Snooker-Spieler, Finalist Instagram

Für Neil Robertson dürfte das Ausscheiden besonders bitter sein. Er verpasst damit die anstehende Tour Championship und ist auch nicht automatisch für die Weltmeisterschaft gesetzt. Er muss also ab dem 3. April an der Qualifikation teilnehmen, um bei der Snooker-Weltmeisterschaft dabei sein zu können.

Tour Championship: Das letzte Turnier vor der Snooker-Weltmeisterschaft

Die Tour Championship ist das letzte Turnier, das vor der anstehenden Snooker-Weltmeisterschaft gespielt wird. Diese wird vom 20. April – 6. Mai im Crucible Theatre in Sheffield ausgetragen.
Insgesamt werden zwölf Spieler an der Tour Championship in Manchester teilnehmen. Dabei handelt es sich um jene Spieler, die die das Ein-Jahres-Ranking der WST [Link auf Englisch] anführen.

Folgende Spieler werden an dem Turnier teilnehmen:

Judd Trump

Ronnie O’Sullivan

Zhang Anda

Ding Junhui

Mark Allen

Gary Wilson

Barry Hawkins

Mark Williams

Tom Ford

Ali Carter

Mark Selby

John Higgins

Die ersten vier Spieler dieser Liste haben in dieser Saison das meiste Preisgeld gewonnen und sind deshalb automatisch für das Viertelfinale des Turniers qualifiziert. Alle restlichen Spieler treten in der ersten Runde gegeneinander an.

Sowohl die erste Runde als auch die Viertelfinale, die Halbfinale und das Finale werden in dem Modus Best of 19 gespielt. Welcher Spieler zuerst zehn Frames gewinnt, entscheidet das Spiel für sich.

Der aktuelle Titelverteidiger Shaun Murphy, 41, hat sich nicht für das Turnier qualifiziert. Insgesamt werden 500.000 GBP (ca. 582.940 Euro) bei dem Turnier ausgeschüttet. Damit wurde das Preisgeld im Vergleich zum Vorjahr um 120.000 GBP (ca. 139.905 Euro) erhöht. Welches Preisgeld der Sieger des Turniers erhalten wird, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Wie wirkt sich Trumps Sieg in Yushan auf die Sportwettenquoten für die Snooker-Weltmeisterschaft aus?

Die World Open waren das vorletzte Turnier vor der Snooker-Weltmeisterschaft. In dem Wettbewerb gab es einige Überraschungen. So sind zahlreiche Favoriten vorzeitig ausgeschieden, denen die Buchmacher gute Chancen auf den Sieg zugesprochen hatten.

Viele Fans sehen bei der Snooker-Weltmeisterschaft einen Zweikampf zwischen Ronnie O’Sullivan und Judd Trump kommen. Beide haben in dieser Saison jeweils fünf Titel gewonnen und sich in guter Form gezeigt.

Obwohl O’Sullivan, 48, bei den World Open schon in der vierten Runde ausgeschieden ist, sehen die Buchmacher ihn im Kampf um die Weltmeisterschaft weiterhin vorn:

Ronnie O’Sullivan: 3,5

Judd Trump: 4,5

Mark Selby: 6

Mark Allen: 12

Neil Robertson: 12

Derzeit macht es den Anschein, als könnte die Snooker-Weltmeisterschaft ein enges Duell werden. Das News-Team von OnlineCasinosDeutschland.com wird im April ausführlich über die Weltmeisterschaft berichten.

Author: Kevin Hughes