Gauselmann-Vorstand kritisiert Meinungskartell gegen Glücksspiel

Bei der Tagung des Merkur Beirates der Gauselmann Gruppe, hat sich Vertriebsvorstand Jürgen Stühmeyer dafür starkgemacht, dass sich die Branche argumentativ gegen Kritiker durchsetzen sollte, die in anderen Ländern bereits den Glücksspielmarkt ins Wanken gebracht hätten.

Jürgen Stühmeyer, Vertriebsvorstand der Gauselmann AG

Jürgen Stühmeyer, Vertriebsvorstand der Gauselmann Gruppe, hat die Gegner des Glücksspiels in Deutschland kritisiert. © Gauselmann AG

Glücksspiel-Kritik wird zu internationalem Problem

Stühmeyer habe erklärt, dass es in Deutschland mittlerweile ein regelrechtes “Meinungskartell” gegen Glücksspielangebote gebe, wie das Fachmagazin games & business berichtet. Es existiere eine Gruppe von Dauerkritikern, die unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes argumentiere, aber nach Ansicht von Stühmeyer die falschen Ziele verfolge.

Es handle sich dabei allerdings nicht um ein Phänomen, das nur Deutschland betreffe. Auch in den Niederlanden, Österreich, Ungarn, Rumänien und Spanien hätten die legalen Anbieter der Branche mit strengen Einschränkungen zu kämpfen. Lediglich in den USA werde die Glücksspielbranche in letzter Zeit tendenziell liberalisiert.

Gauselmann sieht Spielbanken-Geschäft als Diversifikation

Gauselmann scheint wirtschaftlich-strategisch auf die aktuelle Situation reagieren zu wollen. Laut offiziellen Aussagen sei das Spielbanken-Geschäft für die Gauselmann Gruppe eine Form der Absicherung, um die sich auf eine Zukunft vorzubereiten, in der das stark reglementierte Automatenspiel nicht mehr ein so starker Umsatzbringer sein könnte.

Nachdem die Gauselmann Gruppe zunächst erste Standorte in Sachsen-Anhalt übernommen bzw. neu eröffnet hat, erwarb das Unternehmen eine Lizenz für Nordrhein-Westfalen und kürzlich auch für Niedersachsen.

Heute wird über den Bau einer neuen Spielbank in Siegburg (NRW) im Stadtrat abgestimmt. Wenn die Abstimmung positiv ausfallen sollte, wird die Gruppe das sechste Casino im Bundesland eröffnen können.

Author: Kevin Hughes