Illegale Glücksspielanbieter werben um gesperrte Spieler.

Mann mit Zeigefinger auf dem Mund

Illegale Glücksspielanbieter scheinen gezielt um Kunden in Europa zu werben, die vom legalen Glücksspielangebot ausgeschlossen seien. Dies soll laut Yield Security (Yield Sec) auch Spieler betreffen, die die Möglichkeit zum Selbstausschluss vom Glücksspiel genutzt hätten.

Mann mit Zeigefinger auf dem Mund

Illegale Glücksspielanbieter suchen laut Yield Sec gezielt nach Spielern, die bei den legalen Anbietern gesperrt worden sind. ©Sammy-Sander/pixabay.com

Gesperrte Spieler werden durch Glücksspielwerbung zum Spielen animiert

Die jüngsten Auswertungen der Glücksspiel-Monitoring-Plattform Yield Sec sollen laut einem Artikel des Portals iGB [Link auf Englisch] gezeigt haben, dass illegale Glücksspielanbieter gezielt gesperrte Spieler ansprechen, die vom legalen Angebot ausgeschlossen seien. Ziel der Anbieter sei es, diese Spieler als neue Kunden zu gewinnen, da gesperrte Spieler bei legalen Glücksspiel-Anbietern nicht mehr spielen oder wetten könnten. Auf den Spielerschutz würde kein Wert gelegt, denn es gehe den illegalen Anbietern lediglich darum, ihren Umsatz zu maximieren.

Lizenzierten Glücksspiel-Anbietern würden bei einer Kontaktaufnahme mit gesperrten Spielern erhebliche Strafen drohen. Ismail Vali (Gründer und CEO von Yield Sec) betonte, dass illegale Glücksspielanbieter gefährdete und gesperrte Spieler als Grundprinzip ihrer Markteinführungsstrategie nutzen würden.

Worum geht es bei Yield Sec?

Yield Sec ist eine Glücksspiel-Monitoring-Plattform, die Regulierungsbehörden und Regierungen Informationen und Auswertungen bereitstellt, um illegales Glücksspiel gezielt zu bekämpfen. Die Plattform setzt zur Analyse KI-Mechanismen ein, um den Online-Glücksspielmarkt zu beobachten und auf verdächtige und kriminelle Aktivitäten hinzuweisen. Yield Sec ist für die Aufsichtsbehörden auch ein wichtiges Instrument, um geeignete Maßnahmen zum Spielerschutz zu entwickeln.

Die Plattform bietet zudem Entscheidungshilfen, um kriminellen Handlungen auf dem Glücksspielmarkt entgegenzuwirken. Illegale Anbieter entziehen dem Staat die prognostizierten höheren Steuereinnahmen durch Online Glücksspiel und reißen somit ein Loch in den Finanzhaushalt.

Yield Sec durchsucht das Internet nach spezifischen Glücksspiel-Keywords und Phrasen, um Werbeinhalte der Glücksspielindustrie gezielt aufzuspüren. Die Ergebnisse werden anschließend kategorisiert und klassifiziert. Danach wird zwischen Inhalten von legalen und illegalen Glücksspielanbietern unterschieden. Yield Sec überprüft auch die Werbung legaler Anbieter und gibt Hinweise, an welchen Stellen nicht gesetzeskonforme Glücksspielwerbung verändert werden muss.

Auch in Deutschland steht Glücksspielwerbung häufig in der Kritik. Das Bündnis gegen Sportwetten-Werbung fordert sogar ein stufenweises und später komplettes Werbeverbot für Buchmacher.

Yield Sec bietet Regulierungsbehörden ein Sicherheitsnetz

Illegale Glücksspielanbieter stellen nicht nur für den Staat, sondern auch für spielsüchtige Spieler eine große Gefahr dar. Gezielte Überwachung und Sicherheitskontrollen in der Glücksspielindustrie seien wichtig, um den Spielerschutz zu gewährleisten. In Deutschland übernimmt die Firma Insic mit dem LUGAS Safe-Server mit Spielermonitoring für Online Glücksspiel diese Funktion bei den lizenzierten Anbietern.

Yield Sec wolle die Möglichkeit bieten, illegales Glücksspiel einzudämmen und Gegenmaßnahmen zu Werbeinhalten illegaler Glücksspielanbieter zu entwickeln.

Author: Kevin Hughes