Lottoland sieht irischen Gesetzentwurf zum Glücksspiel kritisch.

Hammer, Waage und Gewicht

Der Glücksspielanbieter Lottoland hat an die irische Regierung appelliert, enger mit der Glücksspielindustrie zusammenzuarbeiten. Eine von Lottoland in Auftrag gegebene Umfrage hätte Bedenken der Glücksspieler hinsichtlich strengerer Regulierungen des Glücksspielmarktes gezeigt. Es sei wichtig, den Austausch zu suchen, bevor neue Reformen vorangetrieben würden.

Hammer, Waage und Gewicht

Lottoland setzt sich für eine intensive Zusammenarbeit zwischen Behörden und Branchenexperten zwecks neuem Gesetzentwurf zum Glücksspiel in Irland ein. © succo/pixabay.com

Glücksspieler in Irland fühlen sich durch Regulierung eingeschränkt

Eine kürzlich von Lottoland in Auftrag gegebene Studie der Agentur Ireland Thinks soll ergeben haben, dass 75 % der Befragten die Absicht zur stärkeren Regulierung des Glücksspielmarktes durch den Gambling Regulation Bill 2022 grundsätzlich befürworten würden. Bei der Studie zum neuen irischen Glücksspielgesetz seien 1.387 Personen befragt worden.

Die Umfrage hätte laut einem IGB Artikel [Link auf Englisch] auch gezeigt, dass Vorschläge wie Gewinn- und Einsatzlimits von vielen Spielern abgelehnt würden. Rund zwei Drittel der Befragten sei der Meinung, dass Spieler ihren Einsatz selbst bestimmen sollten. Das individuelle Recht auf verantwortungsbewusstes Spielen und die Bestimmung der eigenen Einsatzhöhe würde den Glücksspielern durch Limits vorenthalten.

Weiterhin habe die Umfrage gezeigt, dass 19 % der Befragten nach alternativen Glücksspielmöglichkeiten suchen würden, sofern die Einsätze und Gewinne beschränkt werden würden. Hierdurch bestehe laut Lottoland die Gefahr, dass sich Spieler dem illegalen Glücksspiel zuwenden würden.

Die irische Regierung habe geplant, den Gesetzgebungsprozess für den Glücksspielmarkt in den kommenden Monaten abzuschließen. Glücksspielwerbung solle weitestgehend verboten und nur ab 21:00 Uhr erlaubt sein. Außerdem sei ein Einsatzlimit von 10 € und ein Gewinnlimit von 3.000 € für einige Glücksspiele geplant.

Fördert stärkere Regulierung das illegale Glücksspiel?

Auch in Deutschland kommen zunehmend Bedenken auf, dass zu starke Regulierungen das illegale Glücksspiel fördern könnten. Eine Studie zum deutschen Glücksspielstaatsvertrag will belegen, dass das illegale Glücksspiel die legalen Anbieter teilweise überholt habe. Lediglich knapp die Hälfte der Befragten würden das lizenzierte Glücksspiel in Deutschland in Anspruch nehmen. Die andere Hälfte würde hingegen auf nicht-lizenzierte Anbieter oder Offshore-Anbieter zurückgreifen.

Auf der 18. Fachtagung Sportwetten & Glücksspiel wurde ebenfalls Unmut zur Rechtssprechung in der Glücksspielbranche geäußert. Es stellt sich zunehmend die Frage, ob strengere Regulierungen wirklich zur Unterbindung des illegalen Glücksspiels in Deutschland beitragen oder ob Gegenteiliges bewirkt wird.

Lottoland fordert klare Rahmenbedingungen für ein sicheres Spielerlebnis

Lottoland setze sich weiterhin für eine positive Entwicklung der Glücksspielindustrie ein. Um eine nachhaltige und langfristige Lösung zu finden, sei es wichtig, dass die Regulierungsbehörde in regelmäßigem Austausch mit Branchenexperten stehe. Hierzu äußerte sich Mike Kirwan, Vizepräsident von Lottoland:

“Lottoland setzt sich weiterhin entschieden für die Entwicklung und Einführung eines umfassenden, evidenzbasierten Rechtsrahmens für den Glücksspiel-, Wett- und Lotteriesektor in Irland ein. Aber wir sind auch davon überzeugt, dass das, was jetzt in der Gesetzgebung festgelegt wird, von entscheidender Bedeutung sein wird, um längerfristig einen effektiven, flexiblen und nachhaltigen Rahmen zu gewährleisten – und gleichzeitig allen Kunden ein angenehmes und dennoch sicheres Glücksspielerlebnis zu bieten.
“– Mike Kirwan, Lottoland Vizepräsident, igamingbusines.com

Der neue Gesetzesentwurf umfasse auch stärkere Maßnahmen zur Spielsuchtprävention bei Kindern und Jugendlichen. Weiterhin sei bekannt geworden, dass in Irland einer von 30 Erwachsenen unter Glücksspielproblemen leide.

Author: Kevin Hughes